Brot und Brötchen zählen in Deutschland zu den wichtigsten Lebensmitteln. Mit mehr als 3.200 Sorten Brot und 1.200 Sorten Kleingebäck hat sich im Verlauf von ca. 7.000 Jahren in Deutschland eine einzigartige Backwarenvielfalt und Backkultur entwickelt.


Handwerksbäckereien waren früher überwiegend Familienbetriebe, mit direkt an der Backstube angeschlossenem Verkaufsgeschäft. Heute betreiben immer mehr Bäckereien eine zentrale Produktionsstätte, mit lokalen oder regionalen Filialnetzen. Vielfach werden dabei Filialen von Kollegen übernommen, die in den Ruhestand gehen.

Der größere Umsatz je Betrieb begünstigt die Einführung neuer Technologien: Mehlsiloanlagen, Teigstraßen, EDV-gesteuerte Vertriebssysteme, Öfen und Kühlanlagen sind in Handwerksbetrieben keine Seltenheit mehr. Sie ermöglichen eine effiziente, flexible Produktion und gleichzeitig die Herstellung einer größeren Produktvielfalt. Neben Produktvielfalt, Frische  und hervorragender Backqualität zeichnet der individuelle Kundenservice das deutsche Bäckerhandwerk aus.

Die Konzentration im Lebensmitteleinzelhandel (LEH) fordert dem Bäckerhandwerk zudem eine fortwährende Neuorientierung in seinen Vertriebsstrukturen ab.

Der Konsum von Brot und Gebäck ist seit vielen Jahren konstant. Allein der Inner-Haus-Verzehr von Backwaren beläuft sich auf 47 kg pro Haushalt. Darüber hinaus gewinnt der Außer-Haus-Verzehr von Backwaren zunehmend an Bedeutung. Gefragt sind hier kleine Snacks für die schnelle Mahlzeit zwischendurch. Mit kleinen Brotmahlzeiten mit regionalem und saisonalem Belag hat das Bäckerhandwerk für jeden das Passende.

Der Bäckerinnungsverband Baden e. V. steht für seine 17 angeschlossenen Mitgliedsinnungen und deren über 500 Mitgliedsbetriebe in der täglichen Verantwortung, den Bäckereien bei allen aktuellen Fragestellungen des Betriebsalltags als erster Ansprechpartner beratend zur Seite zu stehen.